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Die Geschichte des Hauses

Zur Erinnerung an das alte Zeller Bürgerhaus am Stadtplatz in Zell am See, als historisches 28. Gebäude des Marktes errichtet. Der Ort, Zell am See  im Pinzgau,  im 19. Jhd.  war zu dieser Zeit  noch ein kleiner Provinzmarkt, aber immer schon Mittelpunkt des Pinzgaus, wo bereits einige Gewerbe- und Handelsbetriebe angesiedelt waren.

Am Marktplatz gab es bereits um 1800 eine ganz kleine Gemischtwarenhandlung, die im Ort, als "Zuahäusl" bekannt war, wo die Inhaber, die  Fam. Schernthaner eine kleine Krämerei betrieben haben.

Um die Jahrhundertwende (um 1900)  wurde dieses  Haus von Herrn Alois Pimpl  angekauft und der Gemischtwarenhandelsladen  mutig  "modernisiert". Der Laden erfreute sich großen Zuspruchs und wurde "Platzkramer" genannt, was auch begrifflich mit "Platzhirsch" gleichzusetzen war, denn der Marktplatz neben der Kirche war der zentrale Treffpunkt des Ortes. Man bekam beim Platzkramer alle Artikel: von Lebensmittel, Kurzwaren, Spiritus und Petroleum, Schmierseife, Nägel, Wolle, Leinen und Küchengeschirr und Hausrat, Futtermittel, etc. Einfach alles, was ein Haushalt und der Hof im täglichen Leben so benötigte.

Der ehemalige Geschäftsladen, ein kleines Häuschen, blieb bis 1928 im Besitz der Familie Pimpl. In diesem Jahr gab es in Zell einen großen Aufschwung  mit vielen erfreulichen Veränderungen.

Der Markt "Zell am See" wurde zur Stadt erhoben, die Hauptschule eröffnet und vor allem die Schmittenhöhebahn wurden  gebaut.  Der Fremdenverkehr, heute als Tourismus bekannt, nahm großen  Aufschwung. Diese Aufbruchstimmung beflügelte viele Aktivitäten, löste eine großzügige Investitionswelle aus, der Ort  modernisierte sich, neue Hotels entstanden in der Stadt, die Handels- und  Gewerbebetriebe florierten und so ließ auch Herr Pimpl das alte Kramerhäusl abreißen und ersetzte es durch ein neues, zur damaligen Zeit äußerst modernes Geschäftshaus, dessen ursprüngliche Bausubstanz noch heute grundsätzlich das Geschäftshaus prägt.

Als zu Beginn der 30iger-Jahre die Wirtschaftskrise unverhofft über Herrn Alois Pimpl hereinbrach erwarb nun der aus Südtirol stammende, Herr Franz Zechbauer, das Geschäftshaus. Dieser behielt es aber nur kurze Zeit und tauschte es mit dem Geschäftshaus der  Familien Gasser und Hierner aus Saalfelden.

Ab 1936 führten nun die Familien  Hierner - Gasser dieses Kaufhaus,
junge, engagierte Geschäftsleute brachten frischen Wind herein und beflügelten das Unternehmen, der Laden florierte und eine Großhandlung wurde dazu gegründet.

Als 1940 der 2. Weltkrieg hereinbrach konnte sich das Geschäft in diesen kargen Kriegsjahren gerade noch über Wasser halten. Ab 1945 kam die Zeit der amerikanischen Besatzungsmacht mit strengen Bewirtschaftung- und  Beschaffungsauflagen, oberstes Ziel war, zu überleben. Josef und Maria Hierner haben aber dann in der Folge eine entscheidende Sortimentsbereinigung des Gemischtwarenangebots vorgenommen, im Erdgeschoß des Geschäftshauses wurden nun nur mehr Lebensmittel, Feinkostsortiment, Obst, Gemüse und Delikatessen angeboten. Der 1. Stock wurde zu einer Haushaltsartikel, Glas- und Porzellanabteilung ausgebaut.

In den 60iger Jahren trat dann der Sohn, Helmut Hierner in die Firma ein und es gab wieder große Umstrukturierungen im Betrieb. Vorerst wurde das Bedienungsgeschäft mit der noch vorhandenen Verkaufstheke in ein modernes "Selbstbedienungsgeschäft"  umgerüstet, damals revolutionär und das erste im Pinzgau!
Ende der 60iger Jahre gab man das Lebensmittelsortiment dann komplett  auf und entschied sich für eine großzügige Umstrukturierung. Das Geschäfts- und Wohnhaus wurde nun um eine Etage aufgestockt und zu einem  modernen Kaufhaus umgebaut. Das Haus "Hierner" verfügt ab diesem Zeitpunkt mit seinen fünf Verkaufsetagen über eine großzügige Ausstellungsfläche und es werden seit dem Glas, Porzellan, Keramik und heimische Geschenks- und Dekorationsartikel angeboten. Das Motto "Alles für den gedeckten Tisch" fand bei den Kunden großen Anklang. Weiters werden schon seit damals Andenken der Region, "Souvenirs" für die Urlaubsgäste angeboten.

Da sich 2010 Waltraud und Helmut Hierner nach ihrer erfolgreichen Geschäftstätigkeit zu Ruhe setzten, übernahmen Claudia Lumpi und Andreas Schernthaner das "Haus der Geschenke" der Firma Hierner, das nun "Charisma am Stadtplatz" heisst. Das Sortiment wurde weitergeführt und wird laufend ergänzt und erneuert.